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Fritz Vischer (64) ist Redaktor und Autor. Sein Buch «Ansonsten munter – Einsichten eines Rollstuhlfahrers» bietet ein Kaleidoskop an Geschichten und Gedanken. Es zeichnet Fritz Vischers eigenen Lebensweg nach und den von zwei Freunden. Kennengelernt haben sie sich Ende der 70er Jahre in der Erstrehabilitation. Einen Teil seiner Rehabilitation verbrachte Fritz Vischer im damaligen Wohnheim der Universitätsklinik Balgrist.

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«Aktiv, integriert und selbstbestimmt bis ins hohe Alter» - unter diesem Motto stand die Tagung, zu der ParaHelp und die Klinik Balgrist mit ihrem Zentrum für Paraplegie nach Zürich einlud.

Paraplegikertagung im Balgrist
Paraplegikertagung im Balgrist
Paraplegikertagung im Balgrist
Paraplegikertagung im Balgrist
Paraplegikertagung im Balgrist
Paraplegikertagung im Balgrist
Paraplegikertagung im Balgrist
Paraplegikertagung im Balgrist
Paraplegikertagung im Balgrist
Paraplegikertagung im Balgrist
Paraplegikertagung im Balgrist
Paraplegikertagung im Balgrist
Paraplegikertagung im Balgrist
Paraplegikertagung im Balgrist

50 Rollstuhlfahrer kamen und liessen sich inspirieren, von den sieben Referenten, aber auch im Gespräch untereinander. Die Tagung war hervorragend organisiert, eine Frau im Rollstuhl zeigte mit zwei sehr kompetenten Therapeutinnen anschaulich die verschiedenen Transfertechniken: Entweder stützen wir uns hoch und schwingen rüber, oder wir rutschen rüber, mit Rutschbrettchen oder Rutschtuch, vielleicht auch ohne oder mit beidem. Allenfalls kombinieren wir die verschiedenen Techniken. Geht das alles nicht, so braucht es einen Deckenlift.

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ParaHelp hilft, damit alle ihren eigenen besten Weg finden. Voraussetzung ist allerdings, dass wir immer wieder bereit sind, uns nötigen Veränderungen zu stellen. Das betonte die Pflegeexpertin Manuela Friedli in ihrer Präsentation. Wir dürfen, mahnte sie, unsere Angehörigen nicht übermässig belasten. Sie werden ebenfalls älter und sie leiden mit uns: 71 Prozent von ihnen fühlen sich in ihrem seelischen Wohlbefinden beeinträchtigt, zeigte eine Befragung der Schweizer Paraplegiker-Forschung (SwiSCI-Studie).
 

Von der Tagung, die von morgens 10 Uhr bis gegen 16 Uhr dauerte, seien einige weitere Kernbotschaften und Hinweise herausgegriffen

«Alt»  ist, wer funktional so beeinträchtigt ist, dass er seinen Lebensalltag umkrempeln muss. In der Regel ist das so ab 80/85 Jahren und nicht schon mit 65 oder 64, wie es das Pensionierungsdatum unterstellt.

Prof. Dr. Armin Curt, Chefarzt des ZfP, aber auch ein engagierter Forscher, erinnerte in sorgfältig gewählten Worten, dass sein Auftrag eigentlich die Wiederherstellung des Nervensystems ist. Dieses Ziel liegt noch in weiter Ferne. Deshalb konzentrieren er und seine Mitarbeiter sich im klinischen Alltag darauf, Betroffene auf ein Leben mit Beeinträchtigungen vorzubereiten. Gleichzeitig laufen aber unter seiner Leitung Studien mit den sogenannten Nogo-A-Antikörpern. Sie begünstigen das Nachwachsen durchtrennter Nervenfasern.   

Dagmar Schmidt, Abteilungsleiterin Sozialberatung im Balgrist, erinnerte daran, dass wir die Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) unbedingt vor der Pensionierung, also vor dem 64. bzw. 65. Geburtstag im Falle der Männer, prüfen müssen. Danach lassen sich Erhöhungen nicht mehr durchsetzen. Es gilt der Besitzstand zum Zeitpunkt der Pensionierung.
 

Mit Übungen den Kreislauf anregen

Wer sich nicht nur finanziell, sondern auch körperlich fit halten will, trainiert seine Arm- und Schultermuskulatur. Zum Beispiel zweimal wöchentlich 20 Minuten, um den Kreislauf anzuregen und die Muskulatur zu stärken. Mit einem Programm von dreimal 30 Minuten in der Woche bringen wir zusätzlich unseren trägen Stoffwechsel auf Trab. Hübsch gemachte, musikalisch untermalte Videos von SCI Canada zeigen auf, wie wir vorgehen könnten. Auf der Website der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung lässt sich eine Broschüre mit Übungen runterladen.  
 

«Halten Sie Ihre Blase jung»

Prof. Dr. Thomas M. Kessler, der Neurourologe, des ZfP, präsentierte uns auf sehr verständliche Weise seine Tipps und Tricks. «Zuerst reden wir miteinander» - so lautet sein für Urologen untypisches, aber sehr sympathisches Credo. Kessler will erfahren, wo das Problem liegt und welches therapeutische Ziel der Patient anstrebt. Erst dann untersucht er und je nach Resultat unterbreitet er Vorschläge. Seine Trickkiste ist recht umfangreich. Kesslers Botschaft kam gut an und bildete das perfekte Schlussbouquet einer gelungenen Veranstaltung. 

Nicht nur aktiv, integriert und selbstbestimmt, sondern auch zufrieden kehrten alle zurück.

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